Thomas Foeller, Gedichte und Gedanken eines tätowierten Freaks
Leib mit Zahl
- Eingetragen am:
- 20.07.2010
- Kategorie:
- Gedichte, Verse, Gedanken
Artikel Inhalt
Dein Ruf hallt durch die Nacht,
das Böse schläft nicht,
dunkle Kreaturen sind erwacht,
nehmen mir die Sicht.
Deine Worte stechen tief,
dunkles Rot quillt aus den Wunden
und selbst wenn ich denn um Hilfe rief,
kein Helfer hätt mich jeh gefunden.
Deine Hand greift nach mir,
packt meinen ganzen Leib,
zieht mich mit zu Dir,
aus reinem Zeitvertreib.
Deine Lust ist meine Qual,
so bin ich Dir nichts wert,
nur ein Leib mit einer Zahl,
eingeritzt mit scharfem Schwert.
Du nimmst mein Leben,
läßt aber meine Seele nicht in Ruh,
die wollt dem Leben soviel geben,
mein Leib nun schließt die Augen zu.
Dein Werk ist schnell getan,
das breite Grinsen steht Dir ins Gesicht,
mit Schwung und voller Elan,
steht meine Seele nun vor Deinem Gericht.
Sie sieht all die vielen Vergehen,
die in meinem Leben begangen,
die guten Dinge schnell verwehen,
das Böse hat mich aufgefangen.
So warte ich auf ein Seelenheil,
im ewigen Gefängnis,
aus meiner Seele ragt der Schuldpfeil,
in ewiger Verdammnis.
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